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„Die Ersten im Transport“,
die 4./ Transportbataillon 370
oder auch:
"Wir waren
immer da, wenn man uns brauchte".
von
Oberstabsfeldwebel a. D. Franz Prox

Die Geschichte einer Kompanie
- Von
Andernach bis Diez
Von 1956 bis 2003
(
Zuerst bedanke ich mich bei:
Günter Weinheimer, Wolfgang Haffner, Claus Himburg und vielen anderen
Ungenannten für die Mitarbeit und die Überlassung von Textbeiträgen, Fotos
und anderen Materialien.
Sollte ich weitere Beiträge und Ergänzungen erhalten, werden sie
selbstverständlich eingearbeitet.)
 Im September 1956 ergingen die ersten Einberufungsbescheide an das
zukünftige Kaderpersonal für das Quartiermeistertransportbataillon 914, aus
dem dann auch die heutige 4./ Transportbataillon 370 hervorging.
Die Ausbildung des zukünftigen Personals für
das Bataillon sollte ab 05. November 1956 in Andernach an der
Quartiermeistertruppenschule erfolgen.
Der eigentliche Aufstellungsort für das
Bataillon scheint zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt gewesen zu sein.
Ab 02. November 1956 meldeten sich dann das
Vorauspersonal und ab 05. November 1956 die ersten Freiwilligen als
Kaderpersonal für das Quartiermeistertransportbataillon 914, das spätere
Transportbataillon 370 und das Quartiermeisternachschubbataillon 907, das
heutige Nachschubbataillon 310.
Da diese zwei Nachschubverbände die einzigen
waren die zu dieser Zeit über Voraus - und Kaderpersonal verfügten, waren
das Transportbataillon 370 und das Nachschubbataillon 310 die ältesten
Nachschubverbände der Bundeswehr.
Als Kaserne in Andernach diente ein, im
zweiten Weltkrieg für die ehemalige deutsche Luftwaffe erbautes Lazarett,
durchweg alles gut erhaltene Holzbaracken, die für die Bundeswehr neu
eingerichtet wurden.
Der Komfort bestand aus Zentralheizungen in
allen Zimmern. In den Waschräumen und in einigen Einzelzimmern gab es warmes
und kaltes Wasser.
Obwohl die Kasernenanlage recht groß war,
war der Platz für Außendienste wie z. B. Sport oder Schießausbildung recht
beengt. Besser war es mit den Unterrichtsräumen bestellt.
Ausreichend Platz bot auch der große
Speisesaal im Wirtschaftsgebäude. Für eine gute Küche sorgte damals
Oberstabsfeldwebel Best. Eine Spezialität des Hauses war sein „Freitagsmenu
a la Best“, bestehend aus Walfischfleisch mit besonderen Gemüsezugaben.
Hausherr und Kasernenkommandant war der
Kommandeur der Quartier-meistertruppenschule, Oberst Wehrle.
Während eines so genannten
„Truppenlehrgangs“, der bis zum 31. Januar 1957 dauerte, machten die ersten
„Transport - und Nachschubsoldaten“, fast ausschließlich Soldaten der alten
Wehrmacht, vom Schützen bis zum Bataillonskommandeur, ihre Grund - und
Spezialausbildung.
Nur die wenigsten der neuen Transport - und
Nachschubsoldaten hatte in der „alten“ Wehrmacht etwas mit Versorgung zu tun
gehabt.
Sie waren ehemalige Infanteristen,
Panzermänner und Reitersoldaten, Artilleristen, Pioniere u. a. m., ein
Sammelsurium verschiedenster Truppengattungen, aus dem echte Versorger
werden sollten.
Am zweiten Tag wurden die zukünftigen
Versorger eingekleidet, die Mode war „Mausgrau im Eisenhower - Look“, die
Jacke nannte man „Affenjäckchen.“
Und dann die Tarnanzüge. Sie machte alle
Soldaten gleich, denn die Reibungsgeräusche der Hosenbeine beim Marschieren
waren beim Major, als auch beim Schützen gleich laut zu hören.
Die Schrank - und Stubenordnung war wie in
der alten Wehrmacht; und wie hieß es so schön:
„Anzug und Mantel auf die Bügel, Schuh und
Stiefel auf den Rost.
Wäsche kantig und ohne Hügel, Geld und
Wertsachen hinter`s Schloss.
Bei der Butter keinen Kamm und beim Appell
die Meldung stramm.
Dies ist der Spind des Schützen Schramm.“
Da es noch keine
Bundeswehrausbildungsvorschriften für die „neue“ Nachschubtruppe gab, wurde
einfach nach dem bewährten „Wehrmachts - Reibert“ ausgebildet.
Und da saßen sie auf der Schulbank: Männer
mit zum Teil ergrautem und auch schon gelichtetem Haar. Sie erlernten
Gliederung, Bewaffnung, Ausrüstung und Aufgaben der Bundeswehr, der
Quartiermeistertruppe und des Quartiermeistertransportbataillons. Dazu kam
Sportausbildung, Formaldienst und viele, viele Stunden Geländedienst.
Der Erwerb des Führerscheins der Bundeswehr
wurde meist nach Dienst im Raume Andernach durchgeführt. Die ersten
Kraftfahrzeuge waren LKW 5 t MAN ohne Lenkhilfe mit Stockschaltung.
Sehr interessant und oftmals auch amüsant
war die Ausbildung an den amerikanischen Waffen durch amerikanisches
Ausbildungspersonal. Hier führte oft die „Methodik der Ausbildung“ durch
Ausbilder und Dolmetscher an Rifle, Karabiner M 1 oder der Bazooka bei den
„alten Hassen“ zum Schmunzeln. Sehr willkommen waren die vielen Praxis
bezogenen Erkundungsfahrten, die überwiegend in der Eifel stattfanden,
brachten sie doch Abwechslung in das Kasernenleben. Vor allem war es der
damalige Major Meffert, bei den Soldaten respekt- und liebevoll „Papa Emil“
oder auch „Old Meff“ genannt, der es immer wieder verstand, die
Geländeerkundungen lehrreich durchzuführen.
Nach Beendigung des Truppenlehrgangs war als
Aufstellungsstandort für das Bataillon Zweibrücken vorgesehen.
Am 17. November 1956 fanden dann erste
Verhandlungen mit den Amerikanern und der Stadt statt.
Am 16. Dezember 1956
war es dann soweit. Das Vorkommando
unter der Führung von Oberleutnant Pauli traf in der Kreuzberg - Kaserne ein.
Der Rest des Kaderpersonals unter der
Führung des Bataillonskommandeurs, Major Meffert, wurde am 04. Februar 1957
von Andernach nach Zweibrücken verlegt .
Hier erfolgte dann die eigentliche
Aufstellung der restlichen Kompanien des Bataillons.
Nach neueren Erkenntnissen war die heutige
4./ Transportbataillon 370 die erste Kompanie, die aus dem Kaderpersonal
gebildet wurde.
Alle Kompanien des Bataillons wurden nach
den Assen des Kartenspiels benannt.
Die Quartiermeistertransportkompanie 947,
die heutige 4./ Transportkompanie 370, wurde zur „Herz – As – Kompanie“.
Infolge der Umgliederung des Heeres wurde am
01. Juni 1960 aus dem Quartiermeistertransportbataillon 914 das
Transportbataillon 310.
Auf Grund von Platzmangel in der Kreuzberg -
Kaserne für die Vielzahl der Transportkraftfahrzeuge verlegte das Bataillon
im Januar 1959 in die Niederauerbach - Kaserne.
Zwar war man hier auch sehr beengt, man
musste sich die vorhandenen Unterkunftsgebäude mit französischen Truppen
teilen, aber trotzdem konnte man sich ein wenig mehr ausbreiten.
Mit der Aufstellung von neuen Truppenteilen
im III. Korps wuchs der Bedarf an Betriebsstoff.
Daher wurde die schwere
Betriebsstofftransportkompanie 317 ( die spätere 5./ TrspBtl 370 ) am 01.
April 1959 von Zweibrücken nach Diez verlegt und dort dem Materialbataillon
310, dem späteren Nachschubbataillon 310, unterstellt.
Im Mai 1963 musste das Bataillon schon
wieder seinen Namen ändern. Es wurde zum Transportbataillon 370.
Die Kompanie hieß: mittlere Transport
Kompanie 374
1963 ging die Zeit des Bataillons in
Zweibrücken zu Ende.
Anfang 1963 war die Verlegung des Bataillons
nach Hermeskeil in den Hochwald das Gesprächsthema Nummer 1.
Neue Informationen aus
vergangenen Tage.
Zu Forschungszwecken trat man an mich
heran und wollte etwas über das Verhalten der Bundeswehr im allgemeinen
während der Zeit der Krise in der Tschechoslowakei 1968 wissen. Hier mein Bericht, den ich dem
Interessenten gegeben habe, für alle zur Information .
Viel kann ich nicht berichten, da logischer Weise die „hohe“
militärische Führungs- und Informationspolitik
weitgehend an einer „kleinen“ Kompanie vorbei ging.
Aus meinen Erinnerungen und der Chronik der 4./ Transportbataillon 370.
Die Kompanie war als eine echte Transportkompanie, damals in Hermeskeil
disloziert und als solche auch pausenlos im Einsatz ( 1968: ~ 900 000 km ).
Im Juni 1968 war das Bataillon und somit auch die Kompanie, im Rahmen des
Manövers „Rollbahn“ zur Unterstützung der 5.
Panzerdivision
im norddeutschen Raum, im Raume Nienburg - Bohlsehle, eingesetzt. Schon während des Manövers gingen Gerüchte
um, dass das Bataillon wohl länger von Hermeskeil weg sein wird.
Vom 01.
– 10. 07. 1968 war das Bataillon auf dem TrÜbPl Schwarzenborn. Der S 3 des
Btl, Major Gerhard Stroth,
war öfters bei der Kompanie und äußerte immer wieder, dass die Kompanie viel
zu tun bekommt. So musste sie auch schon während des
ÜbPl – Aufenthaltes Transportaufträge durchführen, wie, wo, was, weiß
ich allerdings nicht mehr ganz genau. Es waren jedoch meist Transporte von
Munition. Diese wurde, wie ich mich erinnern kann, aus den Munitionsdepots
Staffel und Merenberg geholt. Wo sie hin transportiert wurde weiß ich nicht
mehr. Schon währen des ÜbPlatz
– Aufenthaltes wurden wir durch unsere Vorgesetzten informiert, dass in der
CSSR die „Kacke am dampfen“ ist. Wir wussten also schon Bescheid, um was es
geht. Unmittelbar nach Ende Schwarzenborn, wir waren schon wieder im
Standort Hermeskeil, wurden von
Hermeskeil aus vermehrt Transporte durchgeführt. Hauptsächlich wurde Munition, aus Rheinböllen
und Weitersbach, Zweigdepot von Rheinböllen ( Rhaunen ) geholt und zu Einheiten der 5.
PzDiv transportiert, die im Raum Hannover –
Schwarmstedt Verfügungsräume bezogen hatten ( welche Einheiten weiß ich
nicht ). So um den 19. 08. lud die Kompanie noch mal in Rheinböllen um die
500 t Munition und verlegte ( auch noch andere Einheiten des Bataillons,
voll beladen ebenfalls mit Munition und Betriebsstoff ) nach
Bolsehle am Steinhuder
Meer. Die TrspKfz blieben bewacht, die Wache war mit scharfer Munition
ausgestattet, voll beladen im
VerfgRaum stehen. Bis 15. 09. lag das
Transportbataillon 370 im Raum Steinhuder Meer, in seinen
Verfügungsräumen.
Die
letzten TrspKfz der Kp ( Feldwebel Zimmer, Fritz ) kehrten erst Anfang /
Mitte Oktober nach Hermeskeil zurück.
 Ab
15. Juli 1963 begann für die Kompanie die Verlegung. Am 30. 06. war der Umzug
abgeschlossen. Offiziell hielt das Bataillon dort am 12. September 1963
seinen Einmarsch.
Da die Transportwege zu den
Versorgungseinrichtungen und zu den zu versorgenden Truppenteilen einfach zu
weit waren, wurde die 4./ Transportbataillon 370, beginnend im Juni 1974
nach Diez in die Freiherr – vom – Stein – Kaserne verlegt.
Somit war das Bataillon getrennt und diese
Trennung sollte bis 1993 andauern.
Erst im Zuge Umgliederung der Bundeswehr in
die Heeresstruktur 5 wurde das Bataillon wieder vereint.
Neuer Standort ab 01. April 1993 wurde für
das Bataillon, mit der 1. bis 6. Kompanie ebenfalls die Freiherr - vom -
Stein - Kaserne in Diez.
Gleichzeitig mit der Verlegung nach Diez
wurde in Montabaur als eine neue Kompanie die 7./ Transportbataillon 370,
als Schwerlasttransportkompanie für den Transport von Großgerät, aufgestellt
und in Hermeskeil die Nachschubausbildungskompanie 16/III aufgelöst.
Diez war nun mehr der dritte Standort des
Bataillons und die Garnisonsstadt war um etwa 500 Soldaten „reicher“.
Durch die Umgliederung des III. Korps, dem
das Bataillon bisher unterstellt war, änderte sich das alte
Unterstellungsverhältnis.
Das Bataillon und somit auch die Kompanie
gehörten ab September 1993 zum Nachschubregiment 5 in Schwalmstadt.
Schlussbemerkungen
Im September 2004 wird jedoch auf Wunsch
einiger Kameraden in einigen Räumen der Justizvollzugsanstalt Diez
wieder ein Treffen organisiert.
Der Standort Diez wurde zu einer
„logistischen Steuerstelle“ der Bundeswehr hier unter der Führung des neu
aufgestellten Logistikregiment 46.
Ihm sind Verbände aus Diez, Speyer,
Montabaur, Idar – Oberstein und Walldürn unterstellt.
Das Regiment besteht nicht nur aus Heeres-,
sondern auch aus Luftwaffensoldaten . Viele ehemalige Angehörige des
Transportbataillons 370 traten in das LogRgt über, mußten aber teilweise die
Uniform wechseln.
Bis Ende 2004 soll die komplette Aufstellung
und die geplante Dislozierung für die Freiherr - vom - Stein - Kaserne
abgeschlossen sein.
Ab Anfang 2005 sollen dann auch die ersten
Auslandseinsätze erfolgen.

Wie ehemalige Angehörige
unserer Kompanie immer noch an Ihre „alte“ Einheit denken, soll das folgende
Mail zeigen.
Hallo noch Mal,
ja der Segreto das
war,
glaube ich ein
Halbitaliener? Da hatten wir aber noch einen Koch in der Kompanie
dem wir einmal bei
unseren Transportfahrten ein Spanferkel "besorgt" hatten. Auf dem Faun waren
damals über 100 Kästen Bier und Limo.
Der Fanfarenzug
wurde Anfang April 1968 gegründet. Den Fanfarenzug leitete StUffz Baschab.
Außerdem wurde noch ein Spielmannzug gegründet, den leitete StUffz Gölzer
Auch eine
Fußballmannschaft wurde wiederbelebt, die gab es aber schon offensichtlich
länger. Ein Sieg über die damalige Partnerkompanie der Franzosen in Petit
Roselle war Pflicht.
Ich werde gleich
einmal meine Fotokiste sichten, da sind noch einige Fotos von der damaligen
Zeit.
"Ich erinnere
mich"....der Schleuderfilter war immer ein heikles Thema!!!
Ich hatte den 67er
908335 nicht den 334
Dr Alois Six der
den 68 er fuhr, lebt heute in Reinsfeld. Wir beide hatten damals viele
Einzeltransporte gefahren und hatten die meisten transportierten Tonnen und
Km.
In dieser Zeit war
auch der Überfall auf das MunDepot in Bexbach.
Unsere Kompanie
hatte Wache in unserem Depot zu dieser Zeit!
Bis bald Reinhard
Schramm
Von:
Franz Prox <franz_prox@t-online.de>
An: Reinhard Schramm <vistaplaya@yahoo.de>
Gesendet: Sonntag, den 15. März 2009, 15:13:56 Uhr
Betreff: AW: Trsp.Bat.370
Wau, mich „triffts“ hart.
Muss alles erst verdauen.
Natürlich interessieren
mich die Bilder, werde sie dann auf jeden Fall in unsere Homepage geben.
Den 908334 hat später der
OGefr Löwen gefahren.
Die Waldkegelbahn und die
Bratwürstchen in Blackborn hat der Gefreite Emanuelo Segreto gemacht.
Werde nächste Woche
genauer antworten.
Vorläufig, Tschüss, Franz
genannt Tom Prox der Rächer der Enterbten.
Von:
Reinhard Schramm [mailto:vistaplaya@yahoo.de]
Gesendet: Sonntag, 15. März 2009 17:05
An: franz_prox@t-online.de
Betreff: TrspBatl370
Hallo Herr Prox,
ich habe gerade im
Internet gegoogelt und bin erfreulicherweise auf die Seite des
4.Trsp.Bat.370 gestoßen.
Ich war in der Zeit von
1.3.1968 bist 20.6.1969 als Fahrer in diesen Bataillon und habe die "heiße
Phase" damals mitgemacht.
Der damalige Kompaniechef
Hauptmann Abraham ist mir noch gut in Erinnerung auch sein Nachfolger Major
Bunzel.
Ich
spielte auch damals im beschriebenen Fanfarenzug unter Leitung StUffz.
Baschab (1 Minute Applaus= 1 Tag Sonderurlaub)
Mein Zugführer war StUffz
Gölzer.
Ich hatte damals den 10 t
Faun Nr 67 übernommen (KZ 908 335) und meist als Beifahrer Uffz. Latz
Wir waren damals viel auf
Achse in Norddeutschland ( Steinhudermeer mit Munition und
Treibstofftransporten.
Auf dem Schießplatz "Blackborn
City" ( Schwarzenborn ) verloren wir damals unseren Kameraden Gefr.
Schreiner durch einen Autounfall. Ich saß damals mit im DKW Munga.
Wir hatten unser Biwak in
einem Wald bezogen. Hauptmann Abraham sorgte dafür, dass ein 10 Tonner mit
"erfrischenden Getränken" bereitstand.
Aus dieser Zeit habe ich
auch noch einige Fotos. Vielleicht wären diese interessant?
Mein Fahrlehrer war Uffz.
Schmalzl.
Sie waren in unserer
Kompanie als Tom Prox bekannt
Heute lebe ich auf den
Kanaren und hatte auch schon Besuch von einem ehemaligen Kameraden hier (
Gefr.Six Fahrzeug Nr. 68 )
Ja so klein ist die Welt,
dank Internet.
Ich wünsche ihnen noch
einen schönen Sonntag
Sonnige Grüße Gefreiter
der Reserve Reinhard Schramm
( Fotos folgen noch )
Neues von
den Diezer Logistiktruppen
Artikel - Auszug: Rhein – Lahn – Zeitung:
17. 01. 2005
In
kürzester Zeit für den Einsatz bereit
Familienberatung in der Freiherr – vom –
Stein - Kaserne –
30 Soldaten starten
nach Indonesien
DIEZ. Die Soldaten
der Freiherr – vom – Stein - Kaserne sind jetzt Teil einer internationalen
NATO-Einsatztruppe und somit innerhalb von wenigen Tagen bereit zum Einsatz
in Krisengebieten.
Am Samstag wurden
Soldaten und ihre Angehörigen über mögliche Einsätze und die Betreuung der
Angehörigen während dieser Zeit informiert.
Bereits am Dienstag,
nach nur einer Woche Vorbereitungszeit, werden 30 Soldaten nach Indonesien
aufbrechen, um im Sanitätszentrum in Banda Aceh Logistikarbeiten zu
übernehmen.
Gut ein Jahr lang
bereitete man sich bundesweit auf die Aufgaben in der internationalen NATO -
Eingreiftruppe vor, in dem Deutschland und die Niederlande in den kommenden
sechs Monaten die Führung übernehmen werden.
Jetzt können über
4000 deutsche Soldaten in Rekordzeit in Krisengebiete verlegt werden.
Die 1100 Soldaten
des Logistikregiments 46 aus den Kasernen Diez und Walldürn, übernehmen den
logistischen Teil in Banda Aceh.
Die "'Nato Response
Force"
Das Logistikregiment
46 gehört zur „NATO – Response – Force“.
Die "Nato Response
Force" ist eine schnelle Eingreiftruppe der NATO, die als Reaktion auf die
Terroranschläge in New York gegründet wurde.
Mit bis zu 21000
Soldaten aus allen NATO-Mitgliedsstaaten ( davon 4000 aus Deutschland und
1100 aus Diez und Waldürn ) ist sie global einsetzbar und schnell verlegbar.
Mögliche
Einsatzgebiete sind humanitäre Hilfe, Evakuierungen oder
Embargoüberwachungen.

Nachtrag
Wir schreiben den 20. 06. 2004. Es
gibt doch noch etwas über die "verschwundene" Kompanie zu berichten.
1965 wurde auf Initiative des
damaligen Kompaniechefs, Oberleutnant / Hauptmann Jürgen Abraham durch den
Geschäftszimmerunteroffizier Herbert Baschab ( später Hauptmann ) ein
Fanfarenzug gegründet / aufgestellt.
Dieser Fanfarenzug war weit über die
Grenzen von Hermeskeil heraus wegen seines Könnens bekannt und geschätzt.
Sehr viele Aufführungen und Einsätze bei öffentlichen Umzügen, Volksfesten,
Musikschauen waren, man kann fast sagen, an der Tagesordnung.
Etwa 1970 wurde der Fanfarenzug
unter dem Nachfolger von Hauptmann Abraham, Hauptmann Eduard Bunzel,
aufgelöst.
Die Instrumente wurden an ein
Heeresmusikkorps in Hilden abgegeben, die schlechten wurden ausgesondert.
Eine Fanfare wurde "gerettet" und war immer im Besitz des damaligen
Schirrmeisters, Franz Prox.
In
ihren letzten Lebensjahren war die Laurenburg ( zwischen Diez und Nassau
gelegen ) unter ihrem letzten Kompaniefeldwebel, Hauptfeldwebel Christoph Etz,
Traditionstreffort der Kompanie.
Der Burgbesitzer, Horst Wienand, ein
Freund der
Bundeswehr, hat in der Burg eine kleine Militariasammlung. Ihm gab ich die
"gerettete" Fanfare als "letzte Reliquie" der Kompanie für seine
Sammlung.
Somit ist die Kompanie für die
Besucher und Gäste der Burg immer up to date.

Das Bild ist aus einem
Presseartikel. Man sieht, die "Reliquie" der Kompanie hat einen sichtbaren
Ehrenplatz genau in der Bildmitte.
Seit
Auflösung der Kompanie ist die Burg Traditionstreffort der
Reservistenkameradschaft Limburg, in der auch Ehemalige der Kompanie
Mitglieder sind.
1962,
wahrscheinlich schon vorher, wurde in Zweibrücken ein Kegelclub gegründet.
Seit dieser Zeit existiert er ununterbrochen. Meistens kegelten nur die
aktiven Unteroffiziere und Offiziere. 1986 ging der "Club der Aktiven"
schlichtweg "baden".
Durch "Ehemalige
Unteroffiziere und Offiziere" wurde er jedoch weiter am "Leben gehalten".
Zwar traten ihm auch "Fremde" bei, er behielt jedoch den Namen "Ehemalige
Unteroffiziere und Offiziere", wenn auch dieser Namen später den "Aktiven"
der Kompanie nicht passte.
Dieser "Club"
"haut" mindestens einmal im Jahr den eingespielten Gewinn "auf den Kopf".
Hier sieht man
einen Teil des heutigen "Kegelclubs" Ehemalige Unteroffiziere - Offiziere
4./ Transportbataillon 370 auf der Kegelbahn 3 im Kasino der Freiherr
- vom - Stein - Kaserne in Diez.
Das Spiel, was
gerade gespielt wird heißt: "Bayrisches Kartenkegeln".

Wir wollen uns
nicht hervortun, aber für die Ehemaligen des Transportbataillon 370 scheinen
die Werte der Tradition keine leere Worthülse zu sein.
Immer wieder
fällt es auf, dass sich "Alte", auf welcher Ebene auch immer, treffen.
So ein kleines
Treffen fand am 28. 11. 2004 statt.
In Bad Neuenahr -
Ahrweiler fanden sich mit ihren Frauen zusammen:
Hptm a. D. Walter
Schön, ehemals Truppenversorgungsbearbeiter, Hauptmann a. D. Peter Roth,
ehemals "Spieß" der 1./ Transportbataillon 370 und Oberstabsfeldwebel a. D.
Franz Prox, ehemals "Spieß" der 4./ Transportbataillon 370.
Nach einem
ausgiebigem "weißt Du noch, damals und was macht der ?" bei Schöns zu Hause
und einem prima Mittagessen im "Brauhaus" gings zum Weihnachtsmarkt in die
historische Altstadt von Ahrweiler.

Ja ihr lieben Leute, im September 2007 fand
das Treffen: Prox - Hummer - Schön - Roth wieder statt.
Diesmal in Diez.
Es begann m it
einem kleinen Frühstück, das leider aus Zeitmangel ein wenig verkürzt werden
musste.
Danach besichtigten wir das Schloss
Oranienstein. Nach einem prima Mittagessen in Limburg und einer Besichtigung
der Altstadt mit Dom, fuhren wir zum Nachmittagskaffee nach Laurenburg.
Der schöne Tag schloss mit einer
Besichtigung der Laurenburg ab.
Zusätzliche Informationen
|
1. Ich habe verschiedene, umfangreiche Chroniken
erstellt.
Die Chronik der Kompanie, des Transportbataillon
370 und des Nachschubbataillon 310 auf CD kann von Interessenten
angefordert werden. ( 5.- € )
E - Mail:
franz_prox@t-online.de
|
|
2. Alle drei Chroniken wurden vom militärischen Forschungsamt in
Potsdam zur Erforschung der Bundeswehr, übernommen.
Inhalte
sind erschienen in: "Das Heer 1950 - 1970"
Militärgeschichtliches Forschungsamt, Potsdam, S. 249; Oldenbourg Verlag
München: 2006
|
|
3.
Betr.: Treffen der Ehemaligen am 10. 09. und 11. 09. 2005
Liebe Ehemalige, ich grüße Euch.
Seit
1986 haben wir uns, fast jedes Jahr getroffen.
2005 jedoch das letzte Mal.
Die
letzte „Schlacht“ ist geschlagen.
Und
wie man mir sagte, war es erfolgreich.
Das
haben wir vor allem den Kochkünsten von Michaela und Wolfgang zu
verdanken.
Auch der Kuchen von Fred "Feuerstein" war wieder absolute Klasse und wie
immer, hat er zuviel gebacken.
Auch dieses Jahr hat Detlef ( Euler ) den richtigen Weg zu uns gefunden.
Trotzdem das Treffen mangels Teilnehmermeldungen auf einer „kleinen“
Flamme gekocht wurde, haben sich doch noch ca. 25 Ehemalige
eingefunden. So zu sagen, der harte Kern.
Leider ließen einige nichts von sich hören. Zumindest abschreiben hätten
sie gekonnt. Unhöfliche Feiglinge.
Die
Spitze und das sei unbenommen, brachte die Hauptspeise, die Wolfgang
organisiert hatte.
Einfach himmlisch. Ihm gebührt mein, unser außerordentlicher Dank.
Aber dieses Treffen war endgültig das Letzte.
Für
die paar Hartgesottenen lohnt einfach der Aufwand nicht mehr.
In
Zukunft wir sich der harte Kern privat treffen.
So
haben wir es ausgemacht.
Wir
"Organisatoren"
danken
all denen, die immer teilgenommen haben, weil sie nicht nur von
Kameradschaft geredet, sondern sie gezeigt haben.
Günter, Wolfgang und Franz
Und jetzt folgen noch
einige Bilder des Treffens:

Wolfgang beim Bruzzeln

Sie "feiern" das Ende

Das Häuflein der
Unentwegten
Um doch die Erinnerung
an "alte" Zeiten ein wenig wach zu halten, drei Bilder aus vergangenen
Tagen:



Ja, liebe Leute.
Wo sind sie eigentlich
geblieben, die angeblich so treuen Seelen ?
Nun denn, jedes Ding hat
einmal ein Ende.
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Stand: 04 / 2009
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